Tarifrunden Historie
Der rote Faden
Die Vergangenheit zeigt, dass die Tarifpolitik seit 1990 Schritt für Schritt mehr Flexibilität und betrieblichen Gestaltungsspielraum in die Tarifverträge gebracht hat. Unser Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedsunternehmen mit Augenmaß, Überzeugungskraft gegenüber Belegschaften und Betriebsräten und mit Beharrlichkeit gegenüber der Gewerkschaft diese Möglichkeiten weiter auszubauen.
Tarifliche Entwicklung von 1990 – 2010:
- 1990: 13 % der Beschäftigten können 40 Stunden arbeiten (sog. „Quotenregelung“)
- 1994: Ausgleichszeiten 12 Monate, Absenkung Arbeitszeit ohne Ausgleich möglich
- 2004: Arbeitszeitvolumen, Tarifkostensenkung auch zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
- 2006: Differenzierbare Einmalzahlung (zwischen 0 und 200 Prozent) durch freiwillige Betriebsvereinbarung auf betrieblicher Ebene ohne Beteiligung de Tarifparteien
- 2007: Vereinbarung eines „Konjunkturbonus“ für die zweite Stufe der Tariferhöhung, der durch Betriebsvereinbarung gekürzt werden kann;
- 2009: Verschieben der zweiten Stufe der Tariferhöhung (Tabellenerhöhung) durch Betriebsvereinbarung ohne Beteiligung der Tarifparteien
- 2010: Beteiligung der Beschäftigten (0,4 Prozent) an der neuen Altersteilzeit im „Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente“ sowie Wahlmöglichkeiten der Betriebe für demografiefeste Personalpolitik
Bewertung:Gerade in der Wirtschaftskrise zeigt sich, dass die Tarifpartner auch in schwierigen Zeiten und bei komplexen Themen zu gemeinsamen Lösungen finden. Jetzt bewähren sich die Modernisierungen, die in den vergangenen Jahren am Flächentarifvertrag vorgenommen wurden. Den Unternehmen steht ein umfangreicher Werkzeugkasten zur Verfügung. Insoweit ergänzen sich heute arbeitsmarktpolitische, tarifpolitische und personalpolitische Instrumente.