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Tarifrunde 2004

 

Das Ergebnis
Am 17. Februar 2004 einigten sich die Tarifvertragsparteien auf folgendes Ergebnis:

Ab dem 1. März 2004 erhöhen sich die tariflichen Entgelte um 2,2 Prozent. 1,5 Prozent fließen in die Erhöhung der Entgelte der Tariftabellen, die restlichen 0,7 Prozent werden als ERA-Strukturkomponente als Einmalzahlung an die Beschäftigten ausgeschüttet.

Ab dem 1. März 2005 erhöht sich das Tarifvolumen um weitere 2,7 Prozent, wovon 2,0 Prozent in die Tabellenwerte eingehen werden und 0,7 Prozent als ERA-Strukturkomponente ausgezahlt werden.

Die Laufzeit beträgt 26 Monate, vom 1. Januar 2004 bis 28. Februar 2006.

Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich jeweils im gleichen Zeitpunkt mit dem gleichen Volumen, ohne dass hier jedoch eine Splittung in Tabellenerhöhung und ERA-Strukturkomponente erfolgt.

Zur Förderung von Beschäftigung, Wettbewerb und Innovation wurde vereinbart:
  • Abweichung von tariflichen Mindeststandards durch Vereinbarung der Tarifpartner
  • Erweiterung der 13-Prozent-Quote auf max. 45 Prozent durch die Betriebspartner
  • Unbegrenzte Erweiterung der 13-Prozent-Quote durch die Tarifpartner
  • Einführung einer verlängerten Wochenarbeitszeit bis zu 40 Stunden durch die Betriebspartner
Mehr betriebliche Flexibilität und Gestaltungsfreiheit
Obwohl das letztlich vereinbarte Erhöhungsvolumen angesichts der unverändert schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an der Grenze des Verteilbaren liegt, lässt die Vereinbarung der erweiterten betrieblichen Gestaltungsmöglichkeiten u. a. hinsichtlich der Arbeitszeit in der Tarifvereinbarung den Tarifabschluss insgesamt in einem deutlich günstigeren Licht dastehen. Damit wurde ein funktionierendes Instrumentarium zu mehr betrieblicher Flexibilität und Gestaltungsfreiheit gerade in der für den internationalen Kostenwettbewerb so wichtigen Frage nach der Arbeitszeitdauer geschaffen.