Tarifrunden
Moderne Tarifpolitik und weniger Regulierung
Ein modernes Tarifrecht und ein beschäftigungsfreundliches Arbeitsrecht sind Voraussetzung für Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland und Hessen. Mehr Freiräume für eine florierende Wirtschaftsdynamik – das ist das Gebot der Stunde.
Gestaltungsspielräume
Der moderne Flächentarifvertrag bietet Gestaltungsspielräume für die verschiedensten betrieblichen Lösungen. Die Verantwortung der Tarifvertragsparteien für den Standort wird vielfach angemahnt. Zu Recht, denn nur mit Kundenorientierung, Flexibilität und Innovationsfähigkeit können die hessischen M+E-Unternehmen den Wandel gestalten. Überdurchschnittlich internationalisiert und weit fortgeschritten in der Dienstleistung sind sie besonders gefordert, alle Möglichkeiten der Kostensenkung zu nutzen. Fest steht auch: Noch nie sind so viele Signale für Öffnungsklauseln und betriebliche Abweichungen vom Flächentarifvertrag gesetzt worden, wie in den letzten Jahren.
Flexibilität ist Trumpf
Der Flächentarifvertrag muss verlässliche Rahmenbedingungen bieten, gleichzeitig muss er Einzelfallregelungen ermöglichen. Dafür gibt es nur einen Weg: Betriebsbezogene Instrumente der Flexibilisierung, die einerseits in tariflichen Rahmenregelungen niedergelegt sind und andererseits Öffnungsklauseln für die Betriebe enthalten.
Variable Tarifregelungen und betriebliche Öffnungsklauseln
Ordnungspolitisch hat sich der Flächentarifvertrag im ausgewogenen Kräftesystem der Tarifautonomie über Jahrzehnte bewährt. Jetzt ist dafür zu sorgen, dass es nicht den „starren“ Tarifvertrag gibt, sondern die Weichen für die Zukunft richtig gestellt werden: Variable Tarifregelungen und betriebliche Öffnungsklauseln geben den Betrieben mehr Gestaltungsspielräume und festigen zugleich den Flächentarifvertrag in seiner stabilisierenden und den Arbeitsregeln wahrenden Funktion.