"Meine Zukunft Awards 2009“ der Metall- und Elektro-Industrie vergeben
"Goldmedaillen“ gehen
an Continental Automotive, Schunk, Viessmann und Sirona
„Mit anwendbaren Innovationen der Konkurrenz um eine Nasenlänge
voraus sein, ist der globale Wettbewerb unserer M+E-Industrie. Unser
Nachwuchs in Hessen hat in diesem Wettbewerb gezeigt, dass er in unseren
olympischen Disziplinen Innovation drauf hat“, gratulierte Professor
Dieter Weidemann, Vorstandsvorsitzender des ausrichtenden
Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL, den vier Gewinnerteams. In der
Kategorie Administration schaffte es Continental Automotive Bebra mit
einem effizienten Räumungsplan bei Feuer auf Platz 1. In der Kategorie
Produktionsablauf holte sich Schunk Sintermetalltechnik aus Gießen mit
einem Wechselsystem für Drehfutterbacken, das olympische M+E-Gold. In
der Kategorie Logistik und Organisation gelang dem Team der Viessmann
Werke, Allendorf mit einer den Maschinenzugang regelnden Vitocard der
Sprung auf das oberste Treppchen. Und bei „Produkte und
Dienstleistungen“ hatte Sirona Dental Systems aus Bensheim mit einer
automatischen Anpassung der Beleuchtung an die jeweilige
Tageslichtintensität die Nase vorn.

„Mit
einem solchen Nachwuchs ist die M+E-Industrie bestens gerüstet, um die
hohe Qualität der Produkte und Dienstleistungen, schnelle und
zuverlässige Lieferung, optimales Vorhalten der Bestände, eine
effiziente Organisation und hohe Beschäftigungszahlen zu sichern. Unsere
Unternehmen haben gezeigt, wie wichtig sie den kreativen
Unternehmergeist ihrer Auszubildenden nehmen“, bilanzierte Weidemann.
Immer mehr Teams würden sich am Wettbewerb beteiligen - waren es 2008
noch 18, seien es 2009 schon 27 gewesen. Und im nächsten Jahr würden es
wieder mehr, zeigte sich Weidemann zuversichtlich. Denn im Grunde seien
alle Gewinner. Auch wer hier nicht weiterkomme, habe seinem Betrieb doch
echte Innovation verschafft.
Für das Gewinner-Team
Administration der Continental Automotive GmbH Bebra, die zu den
führenden Automobilzulieferern gehört und in Bebra über 1.000
Mitarbeiter beschäftigt, haben Marcel Bohn, Mirko Kreit, Benny Witzel
und Dominic Zingrebe die Idee entwickelt, an den Eingängen der
Kraftstoff-Prüfräume eine D3-Stereokamera anzubringen. Sie erfasst alle
Personen, die die Räume betreten anonym und zeigt sie auf einem Monitor
an. Bei einem möglichen Brand kann man deutlich erkennen, wie viele
Personen sich noch in den Räumen befinden. Wichtigstes Produkt am
Standort sind Kraftstoffpumpen mit einer Kapazität von bis zu 35.000
Stück pro Tag. Der Innovationsvorschlag befindet sich derzeit in der
Umsetzungsphase. Knapp dahinter landete das Team der Samson AG,
Frankfurt, mit einer neuartigen Ausbildungsbroschüre.
Für die
Sieger Produktionsablauf der Schunk Sintermetalltechnik, die zum
Technologiekonzern Schunk-Gruppe in Heuchelheim mit weltweit über 7.900
Mitarbeitern und derzeit 70 Auszubildenden gehört, haben Christoph
Beyer, Lukas Loh, Irina Deschewich und Lukas Prüfert einen Ablauf
entwickelt, in dem eine Maschine die bis zu 40 kg schweren
Drehfutter-Backen aufnimmt. Bislang mussten die Mitarbeiter mit ihrer
Körperkraft diese Backen auswechseln. Der neue Ablauf verkürzt den
Prozess und schafft mehr Arbeitssicherheit. Knapp dahinter landete das
Team von Seybert & Rahier GmbH aus Immenhausen mit einer
Produktions-Stillstandsanzeige.
Für die Gold-Mannschaft Logistik
der Viessmann Werke, einem der führenden Heiztechnik-Hersteller in
Allendorf/Eder mit 4.000 Mitarbeitern und 200 Auszubildenden am
Standort, entwickelten Henrik Happel, Jörn Landmann, Kevin Kowalewski
und Wilhelm Rain eine VitoCard. Diese erlaubt nur eingewiesenem Personal
den Zugang zu sicherheitsrelevanten Maschinen. Diese Idee erhöht die
Arbeitssicherheit, verhindert Maschinenausfälle und spart Kosten. Knapp
dahinter landete das Team der Rheinmetall Landsysteme aus Kassel mit
einem neuen Gabelstapler-Leitsystem.
Für die Spitzenreiter bei
Produkte und Dienstleistungen von Sirona Dental Systems, einem weltweit
führenden Ausrüster für Zahnarztpraxen, der 1.250 Mitarbeiter im
südhessischen Bensheim beschäftigt, konzipierten Andreas Helfert,
Immanuel Blöcher, Sascha Adamczyk und Stefan Arnold „Opti Light“, eine
automatische Anpassung der Beleuchtung an die Tageslichtintensität. Der
Ausgleich der Innenraumbeleuchtung an einfallendes Tageslicht spart
Energie und Kosten. Die Installationskosten werden sich innerhalb eines
Jahres amortisieren. Die Umsetzung erfolgte bereits 2010. Knapp dahinter
landete das zweite Team der Firma Viessmann mit einer
„Advanced-Heating-Control“.