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Weiterhin Wachstum in der M+E-Branche - Katastrophe in Japan beeinträchtigt Wettbewerbsfähigkeit punktuell

Jahresmitgliederversammlung der Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus e.V. des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL

23.03.2011
Oberursel/Taunus, 22.03.11. Auf der Jahresmitgliederversammlung bedauerte Gerhard Weber - Mitglied der Geschäftsleitung von Diehl Aerospace GmbH - und zugleich Vorstandsvorsitzender der Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus e.V., die Katastrophe in Japan. Allerdings liege Japan in der Rangliste der wichtigsten deutschen Handelspartner bei den Einfuhren nur auf dem 14. und bei den Ausfuhren nur auf dem 18. Platz. „Dennoch werden durch die Katastrophen in Japan beim Aufschwung Schleifspuren festzustellen sein“, so Weber. „Dies insbesondere in den Unternehmen, wo ein hohes Maß an internationaler Arbeitsteilung herrscht wie beispielsweise im Maschinenbau,...
in der Automobilindustrie oder der Elektroindustrie. Einzelne Lieferengpässe können nicht ausgeschlossen werden. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass diese Engpässe professionell ersetzt werden.“

Bezogen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland sei durch die verheerenden Katastrophen nicht von einem starken Abbremsen des inländischen Wirtschaftsaufschwungs auszugehen.

Die sich zuspitzende Lage am Atomkraftwerk Fukushima löse auch in Deutschland viele Fragen zur Zukunft der Energieversorgung aus. Ausdrücklich mahnte Weber die energiepolitischen Folgen der Atomkatastrophe in Japan an. „Wir müssen bei der Energiepolitik an künftige Generationen denken. Die Sicherheit von Kernkraftwerken, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Durchsetzbarkeit der Umsetzung vom angestrebten bezahlbaren Energiemix sind Themen, die auf die politische und wirtschaftliche Agenda gehören. Den Bürgern und Unternehmern muss das Vertrauen in die energiepolitischen Entscheidungen zurückgegeben werden“, sagte Weber.

Vor den Repräsentanten der M+E-Industrie bedauerte Weber auch, dass die Jahreshauptversammlung zu einem Zeitpunkt stattfände, in dem zwar in Deutschland die positiven Wirtschaftsnachrichten überwiegen, jedoch die Entwicklungen in Japan die Menschen hierzulande mit größter Sorge erfüllten. Er drückte im Namen der Verbandsmitglieder den vielen Opfern des Erdbebens und des dadurch ausgelösten Tsunami sein tiefes Mitgefühl aus.

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