Zudem wurden Dr. Joachim Ott - Bilfinger Berger Facility Services GmbH zum 1. Stellvertreter und Rainer Hetzer - Continental Teves AG & Co. oHG zum 2. Stellvertreter gewählt. Außerdem wurden: Dagmar Bollin-Flade -Christian Bollin Armaturenfabrik GmbH; Rainer Hetzer - Continental Teves AG & Co. oHG – Continental, Division Chassis & Safety, Dr. Michael Kassner von der Siemens AG; Dr. Bernhard Müller - Jean Müller GmbH; Dr. Joachim Ott - Bilfinger Berger Facility Services GmbH; Andreas Peiker - Peiker acustic GmbH & Co. KG; Volker Roßmann -Eltek Valere Deutschland GmbH erneut als Vorstandsmitglieder bestätigt.
Die Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus e. V. repräsentiert aktuell 129 Unternehmen mit rund 33.000 Beschäftigten der M+E-Industrie.
Weber hob in der Mitgliederversammlung mit Blick auf die Wirtschaftskrise den von allen Seiten gelobten Tarifvertrag 2010 hervor. „Wir haben im Geist des pragmatischen Krisenmanagements zügig eine situationsangepasste Einigung erzielt“, sagte er.

Die Beschäftigungssicherung mit bemerkenswerten Möglichkeiten zu Kostensenkungen sei in der aktuellen wirtschaftlichen Lage wichtig. Die Metall- und Elektro-Unternehmen haben mit dem „Tarifvertrag Zukunft in Arbeit (TV ZiA)“ ein weiteres Instrument vereinbart, um freiwillig und befristet Arbeitsplätze zu sichern. Weber weiter: „Die Politik soll unsere sozialpartnerschaftlichen Anstrengungen zur Beschäftigungssicherung unterstützen, indem sie alle Betriebe für die gesamte Laufzeit der Kurzarbeit von Sozialversicherungsbeiträgen befreit – unabhängig davon, ob sie Kurzarbeit vor oder nach dem 31.12.2009 beantragt haben.“ Auch forderte er, dass der Arbeitgeber-Zuschuss im Modell der ZiA-Arbeitszeitsenkung von Sozialversicherungsbeiträgen befreit werde. Eine Benachteiligung der tariflichen Kurzarbeit gegenüber der gesetzlichen sei sachlich nicht zu rechtfertigen.“
Am Rande der Mitgliederversammlung wies Rainer Hetzer- Continental Teves AG & Co. oHG auf die am 26.04.2010 in Frankfurt stattfindende Fachtagung zum Thema: „Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse“ hin. Das Vorstandsmitglied ist fest davon überzeugt, dass hervorragend ausgebildete Mitarbeiter das Rückrat der deutschen Industrie in Gegenwart und Zukunft sind. "Ohne Nachwuchskräfte sind wir international nicht wettbewerbsfähig“, betonte er. „Deutschland kann nur im internationalen Wettbewerb bestehen, wenn wir kontinuierlich an Produkt- und Prozessinnovationen arbeiten. Dies wiederum gelingt uns nur, wenn wir die besten Mitarbeiter, Fachkräfte und Experten beschäftigen". Diese müssten und sollten sowohl aus dem inländischen als auch aus dem ausländischen Arbeitsmarkt rekrutiert werden. "Wir suchen Top Talente aus der ganzen Welt", sagte er, nur so können wir Deutschland in den global agierenden produzierenden Industrien erfolgreich positionieren". Flexibilität, Weitblick und Offenheit für die unterschiedlichsten Ausbildungs- und Studiensysteme seien notwendig. Die Aufgabe, in den Betrieben zukunftsfähige Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen und diese auch qualifiziert zu besetzen, sei das eine. "Es ist aber eine weitere Herausforderung, sich im globalen Wettbewerb um die Top-Talente und besten Experten hier in Deutschland zu behaupten. Das gilt für deutsche Hochschulabsolventen, klar. Aber zusätzlich ist die zügige Anerkennung ausländischer Studien- und Berufsabschlüsse in diesem Zusammenhang von elementarer Bedeutung. Nur so können wir die Potenziale von Fachkräften außerhalb Deutschlands für die Wirtschaft stärker nutzen", unterstrich Hetzer.
Im öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung erläuterte
Professor Dr. Eckhard Minx, Vorstandsvorsitzender der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung, zum Thema „Denken auf Vorrat – Was die Zukunftsfähigkeit verlangt“ vor über 160 Gästen wie Unternehmen mit der Zukunft umgehen sollten.

Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens seien das „Denken auf Vorrat“, die richtige Wahrnehmung der Veränderungen der Umwelt und Gesellschaft sowie das Wissen zu beherzigen. Die richtige Einschätzung der Zukunft lohne sich, denn die Entwicklung der Technologie zeige, dass Utopien vom Vormittag bereits die Realität vom Nachmittag seien. Zukunftsvisionen dienten einerseits der Risikoeingrenzung und ermöglichen andererseits den aktiven Umgang mit Unternehmens- und Marktabläufen. Minx forderte vor dem Hintergrund des möglichen Scheiterns die Unternehmensvertreter zu mutigem Handeln auf.