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Martin Kannegiesser 70 Jahre

M+E-Zukunftsforum zu Ehren des Gesamtmetall-Präsidenten

10.11.2011


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Berlin. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser wird an diesem Donnerstag 70 Jahre alt. Der in Posen geborene Wäschereitechnik-Unternehmer aus dem ostwestfälischen Vlotho steht seit nunmehr elf Jahren an der Spitze des Arbeitgeberverbandes. Er ist zugleich Präsident des Verbandes der europäischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände (CEEMET). Beide Amtszeiten enden im Herbst 2012.

Gesamtmetall veranstaltet aus Anlass des 70. Geburtstages ein M+E-Zukunftsforum in Berlin. Unter der Überschrift „Unsere Industrie im Umbruch der Weltwirtschaft“ diskutieren am Nachmittag zunächst Prof. Dr. Jürgen Stark (Direktoriumsmitglied und Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank), Dr. Heinrich Hiesinger (Vorstandsvorsitzender ThyssenKrupp), Dr. Roland Busch (Vorstandsmitglied Siemens), Mathias Wissmann (Präsident VDA) und Alexander Graf Lambsdorff (FDP) über die wirtschaftspolitischen und technologischen Herausforderungen der M+E-Industrie...

Anschließend diskutieren vor rund 350 geladenen Gästen Dr. Frank-Walter Steinmeier (Vorsitzender SPD-Bundestagsfraktion), Wilfried Porth (Personalvorstand Daimler), Berthold Huber (Erster Vorsitzender IG Metall) und Dr. Nicola Leibinger-Kammüller (Vorsitzende Geschäftsführung Trumpf) über die arbeitsmarkt- und personalpolitischen Herausforderungen der Branche.

1990 erhielt Martin Kannegiesser für seine Verdienste um die berufliche Aus- und Weiterbildung das Bundesverdienstkreuz am Bande. 2010 wurde ihm das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen, insbesondere in Würdigung seines Engagements für die soziale Partnerschaft in der Gesellschaft.

Die Herbert Kannegiesser GmbH beschäftigt etwa 1.300 Mitarbeiter und stellt jährlich rund 25 Auszubildende ein. Das Unternehmen erwirtschaftete 2010 einen Jahresumsatz von rund 260 Millionen Euro.

Wichtige tarifpolitische Ereignisse seit Kannegiessers Amtsantritt als Gesamtmetall-Präsident im September 2000 waren u.a. die Gründung des Branchenversorgungswerks MetallRente gemeinsam mit der IG Metall (2001), der Abschluss eines Entgeltrahmenabkommens (ERA) mit der IG Metall zur kompletten Neubewertung sämtlicher Tätigkeiten in der Metall- und Elektro-Industrie (2002/2003), die Abwehr der 35-Stunden-Woche in den neuen Bundesländern (2003), die Öffnung des Flächentarifvertrags für betriebsbezogene Ergänzungstarifverträge zur Verbesserung der Wettbewerbs-, Investitions- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen („Pforzheim-Abkommen“, 2004), die Stärkung der ergänzenden kapitalgedeckten Altersvorsorge durch Einführung eines Rentenbausteins (2006), der Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente (2008) sowie der Krisen-Tarifabschluss von 2010.


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