Schriftgröße
A A A

Kannegiesser: Kein Spielraum für Lohnerhöhungen

Gesamtmetall

15.02.2010
Gesamtmetall-Präsident Kannegiesser hat IGM-Forderungen nach einer Lohnerhöhung in der diesjährigen Tarifrunde zurückgewiesen. Vielmehr gehe es hier „um die Verlängerung des Krisenmanagements".
Vielmehr gehe es hier „um die Verlängerung des Krisenmanagements", betonte Kannegiesser, der darauf verwies, dass die Produktion 2009 um ein Drittel eingebrochen, die Beschäftigung aber nur um 5 Prozent zurückgegangen sei: "Wir haben rein rechnerisch 700.000 Mitarbeiter zu viel an Bord. Wir könnten unsere Produktion auch mit 20 bis 25 Prozent weniger Mitarbeitern schaffen. Wie soll man in einer Situation, in der 700.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, über Lohnerhöhungen sprechen? Das passt nicht zusammen. Selbst wenn wir nicht die kostspielige Beschäftigungssicherung betreiben würden, wäre der Spielraum für Lohnerhöhungen eng. Eigentlich ist er gar nicht vorhanden.“ Einen Kompromiss schloss Kannegiesser jedoch nicht vollständig aus: „Ich will keine apodiktische Position aufbauen. Letztlich wird man ein Gesamtpaket schnüren müssen.“
Beschäftigungssicherung habe aktuell jedoch für Arbeitgeber und Gewerkschaft oberste Priorität, wobei die Tarifpartner auch Unterstützung von der Bundesregierung erwarteten: "Solange ein Unternehmen Kurzarbeit macht, muss es auch von den Sozialabgaben auf Kurzarbeit befreit werden. Dasselbe muss dann auch für die betriebliche Kurzarbeit gelten. Wir fordern die Politik auf, Ernst zu machen mit der Beschäftigungssicherung und uns zu unterstützen." Unter dem Strich werde eine solche Regelung die BA auch nicht zusätzlich belasten, so Kannegiesser weiter: "Am teuersten für die Bundesagentur wird es, wenn die Mitarbeiter entlassen werden und Arbeitslosengeld bekommen." (Quelle: Welt)

Zu den weiteren Meldungen