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Fasbender: „Auf Erfolgskurs Flexibilität bleiben, keine Rolle rückwärts!“

HESSENMETALL zur Großen Tarifkommission der IG Metall Frankfurt

28.09.2011
Volker FasbenderFrankfurt am Main. Die hessischen Metallarbeitgeber haben die IG Metall dazu aufgefordert, die Flexibilität für die Betriebe weiter auszubauen. „Gemeinsam den Erfolgskurs halten ist das Gebot der Stunde, um die Betriebe zu stärken, Jobs auszubauen und neue Chancen zu erschließen. Einige Beschlüsse der Großen Tarifkommission der IG Metall gehen exakt in die andere, falsche Richtung“, sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL am Mittwoch in Frankfurt. Gesprächswünschen der Gewerkschaft zu Übernahme von Auszubildenden oder zur Zeitarbeit würden sich die M+E-Arbeitgeber natürlich nicht verschließen, so Fasbender.
"Wir werden sehr darauf achten, dass nach Jahren mühsamer Öffnung unternehmerischer Spielräume in kleinsten Schritten den Unternehmen nicht wieder die Räume enger gemacht werden – zum Schaden der Betriebe und Beschäftigten.“

Der Ausbau differenzierender Elemente sei die oberste Priorität der 520 hessischen M+E-Unternehmen mit ihren 130.000 Beschäftigten, die HESSENMETALL vertrete. Die zurückliegende Krise habe doch gezeigt, wie wichtig angepasste Lösungen seien: für kleine und große Unternehmen, Familienunternehmen und Kapitalgesellschaften – aus unterschiedlichen Branchen von Automobil, über Metallerzeugung bis zur Medizintechnik. Zudem kämen konjunkturelle Schwankungen künftig schneller und intensiver. „Daher brauchen wir mehr Spielraum, nicht weniger – sowohl in der konjunkturellen Abwärts- als auch in der Aufwärtsbewegung“, sagte Fasbender.

Die von der IG Metall ins Spiel gebrachte unbefristete Übernahme von Auszubildenden, bedürfe keiner tariflichen Regelung, da in der M+E-Industrie ohnehin jeder geeignete und willige Bewerber übernommen werde. Die Zahl der Ausbildungsverträge in Hessen steige stetig. „Wir wollen aber keine automatische Übernahme, die alle Leistungsanreize ausschaltet“, so Fasbender. Außerdem würden dann viele Betriebe, die über Bedarf ausbilden, ihr Engagement zurückfahren.

Gespräche über Zeitarbeit seien Sache der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen der Zeitarbeitsbranche selbst. „Wir brauchen in der M+E-Industrie die flexible Nutzung der Zeitarbeit, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Fasbender. Die Zeitarbeit habe gerade in der Krise Stammarbeitsplätze gesichert. Im Aufschwung würden viele Zeitarbeiter in unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen, was erneut befristeten Nachrückern Chancen böte. Auch derzeit entstünden mehr neue Stammarbeitsplätze als Zeitarbeitsplätze in der Industrie: 9.600 neu Beschäftigte in Hessen von Juli 2010 bis 2011 sei eine Rekordsteigerung um knapp 5 Prozent. Die IG Metall-Forderung nach „Equal Pay“ würde Zeitarbeit massiv verteuern. Dies würde vor allem Arbeitsplätze für einfache Tätigkeiten zerstören und die Schwächsten auf dem Arbeitsmarkt treffen.

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