Schriftgröße
A A A

„Europa muss handlungsfähig bleiben“

Kannegiesser: Euro und Exporterfolge verteidigen

11.11.2011

549963_r_k_b_by_gerd_altmann_pixelio.de[1].jpg

Berlin. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser hat Politik, Wirtschaft und Medien zu mehr Solidarität mit der Metall- und Elektro-Industrie aufgerufen. Der internationale Wettbewerb habe sich fundamental verändert, sagte Kannegiesser in seiner Festrede auf dem M+E-Zukunftsforum in Berlin. Die staatliche gesteuerte Marktwirtschaft in China beispielsweise funktioniere nicht mehr nach den Regeln der Sozialen Marktwirtschaft: „Wettbewerb kann in jedem Moment durch staatlichen Eingriff aufgehoben werden, und dann kämpfen wir mit unterschiedlichen Bandagen. Auch deshalb müssen wir uns europäische Handlungsfähigkeit schaffen und erhalten“, sagte Kannegiesser...

Foto: Gerd Altmann by pixelio.de

„Europa ist unser Heimatmarkt und der Euro unsere Währung, die wir mit unserer ganzen Kraft in die Waagschale der Weltwirtschaft werfen müssen.“


„Niemand kann sich heute auf seiner Spitzenposition ausruhen. Kein Weltmarktanteil – und kein Wohlstandsniveau – sind gesichert“, mahnte Kannegiesser. „Investitions- und Innovationslücken sind heutzutage kaum aufholbar, führen zu Spiralen nach unten und zu dauerhaftem Abstieg.“ Im Fahrzeugbau werde deshalb fast jeder zweite, in der Elektroindustrie jeder dritte und im Maschinenbau jeder vierte Umsatzeuro mit Produkten erwirtschaftet, die nicht älter sind als drei Jahre. Andere Branchen steckten dagegen nicht einmal jeden 12. Umsatzeuro in Produktinnovationen.


Es sei ein Unding, dass sich die deutsche Bundeskanzlerin auf internationaler Ebene für die deutschen Ausfuhrerfolge verteidigen müsse, sagte der Gesamtmetall-Präsident weiter. „Es war immer die exportorientierte Industrie, die Deutschland aus einer Krise herausgeführt und das Wachstum angetrieben hat.“ Der hohe Durchschnittslohn von 46.000 Euro im Jahr könne nur gezahlt werden, weil die Produkte der M+E-Industrie rund um den Globus nachgefragt würden. „Wir machen Technologie für die Welt – und die Welt hungert nach Technologien.“
Die M+E-Industrie sei im Ausland an fast 5.200 Unternehmen beteiligt, die mit 1,5 Millionen Beschäftigten einen Umsatz von 450 Milliarden Euro erwirtschafteten. Diese Expansion ins Ausland sei nicht wie noch vor Jahren kostengetrieben, sondern geschehe, „weil ein Betrieb nah an seinen Kunden sein muss, um auch für die heimischen Standorte Aufträge und Beschäftigung zu sichern“, so Kannegiesser.



Zu den weiteren Meldungen
Schließen

Anmeldeformular

Hiermit melde ich mich/unser Team
für den Nachwuchswettbewerb an.

Firma

Team

innerhalb der Ausbildung
innerhalb des Studiums
Administration & Personalmanagement
Einzelne Produkte & Dienstleistungen
Produktionsablauf & Logistik