Bei aller Hochstimmung dürfe man aber auch die Risiken nicht vergessen: allen voran die Staatsschuldenkrise sowie die aktuelle Verteuerung der Rohstoffe und die erwartbare Steigerung der Energiepreise.
Wenn man frage, woher das Geschäft komme, so lägen die Exportschwerpunkte mit einem Anteil von 45 Prozent in EU-Europa, weit vor Asien mit einem Anteil von 20 Prozent. Die Regionen Übriges Europa und Nordamerika seien mit jeweils etwas mehr als 12 Prozent an den Exporten beteiligt. „Die Europäische Union mit ihren 500 Millionen Menschen ist unser Heimatmarkt, die Basis unserer M+E-Unternehmen, da müssen sie stark bleiben. Und die Politik muss alles dafür tun, dass dieser Heimatmarkt unser stärkster Absatzmarkt bleibt. Deshalb fordern wir eine vernünftige, nachhaltige und tragfähige Lösung der Schuldenkrise, die Stabilität in Euroland wieder herstellt und Länder nicht bestraft, die sich den Anstrengungen der Konsolidierung aktiv stellen“, so Fasbender weiter.
Zur M+E-Konjunktur im Einzelnen:Insgesamt stiegen die Auftragseingänge für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie im Main 2011 um 19 Prozent. Inlandsaufträge dominierten mit einem Vorjahres-Plus von 21 Prozent. Die Auslandsnachfrage nahm um 17 Prozent zu, nachdem sie im April noch rückläufig war.
Die Umsatzentwicklung in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie gewann im Mai 2011 wieder deutlich an Dynamik. Die drei Arbeitstage im Vergleich zum Mai 2010 schlugen kräftig zu Buche. Mit einem Plus gegenüber dem Vorjahresmonat um 27 Prozent wurden 5,5 Mrd. Euro erzielt. Dabei stiegen die Inlandsumsätze um 24 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro, die Auslandsumsätze legten um 28 Prozent auf 3 Mrd. Euro zu. Die M+E-Exportquote beträgt damit 56 Prozent.
Das zweistellige Umsatzwachstum zieht sich nahezu durch alle Branchen der hessischen M+E-Unternehmen. Den größten Zuwachs konnte die Metallerzeugung und -bearbeitung mit knapp 50 Prozent verbuchen. Diese Branche überschritt mit 1.075 Mio. Euro deutlich die Milliardengrenze. Der Maschinenbau steigerte seinen Umsatz um 38 Prozent, bei der Reparatur und Instandsetzung von Maschinen und Anlagen wurde ein beachtliches Plus von 36 Prozent erzielt.
Die ausführlichen Konjunkturdaten finden Sie unter
M+E in Hessen/M+E Konjunktur.