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Zwar habe die Metall- und Elektro-Industrie weiterhin eine gute Position und beste Perspektiven auf den Weltmärkten. Doch könne niemand ausschließen, dass die Branche durch die europäische Schulden- und Finanzkrise abermals in eine Talfahrt gestoßen werde. „Die Risiken sind deutlich sichtbar, und die Unsicherheit bei unseren Kunden ist hoch.“ Die Auftragseingänge seien im dritten Quartal um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen, im September sei dies erstmals auch auf die Produktion durchgeschlagen. Diese sank – womöglich auch als Folge der verschobenen Ferien – um 4,7 Prozent gegenüber Juli/August.
Der Gesamtmetall-Präsident rief alle Beteiligten zu einem konzertierten Handeln auf, um eine eventuelle neue Krise zu bewältigen. Notwendig seien eine kurzfristige Reaktivierung der erleichterten Kurzarbeit, eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Realwirtschaft, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Tarifparteien sowie größtmögliche Anpassungsfähigkeit der Betriebe an konjunkturelle Schwankungen und strukturelle Veränderungen: „Dabei darf uns niemand in die Parade fahren. Sonst wird es uns nicht gelingen, Betriebe und Arbeitsplätze krisen- und zukunftssicherer zu machen“, mahnte Kannegiesser. Dazu brauche es Flexibilität bei den Arbeitskosten, noch mehr Flexibilität bei Arbeitszeitmodellen und Arbeitsvolumen sowie eine größere Flexibilität hinsichtlich fachlicher Einsatzbreite und Qualifizierung.