Wenn es nun wieder aufwärts gehe, so befinde man sich immer noch unterhalb des Vorkrisen-Niveaus: „Es ist ein Aufholen, kein Aufschwung“, macht er deutlich. Nachdem es gelungen sei, die Stammbelegschaften in der Krise zu schützen, gehe es nun darum, in den Unternehmen wieder Eigenkapital aufzubauen und Investitionen zu tätigen. Daher seien die aktuellen Vorwürfe von IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild, dass der Aufschwung an vielen Beschäftigten vorbei gehe, absolut ungerechtfertigt: „Wir haben die Mitarbeiter bereits in der Krise an der Hoffnung auf eine baldige Erholung beteiligt, indem wir sie nicht entlassen haben. Diese Vorkasse darf nun nicht vergessen werden.“
Wenn jetzt kritisiert werde, dass ein Hochfahren der Belegschaft zunächst über Zeitarbeit geschehe, so habe er dafür kein Verständnis: „In unsicheren Auf- und Abschwungzeiten die nötige Flexibilität im Produktionsprozess herzustellen – genau das ist doch die Aufgabe der Zeitarbeit“, so der PfalzMetall-Präsident. Sobald sich die Lage wieder stabilisiert habe, würden die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie (M+E-Industrie) auch schnell wieder Zeitarbeitnehmer dauerhaft in ihr Unternehmen übernehmen.
Zudem belegen die aktuellen Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dass – obwohl die M+E-Branche nach wie vor nicht wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht hat – die Zahl der Beschäftigten seit April 2010 wieder ansteigt: „Deutschlandweit haben wir von April bis Dezember des vergangenen Jahres 50.000 neue Stammarbeitsplätze in den M+E-Unternehmen geschaffen“, macht M+E-Mitte-Verhandlungsführer und PfalzMetall-Präsident Dr. Kulenkamp deutlich.
Marcel Speker, Pressesprecher
Landesvereinigung Unternehmerverbände
Rheinland-Pfalz (LVU)
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