September 09


Vorbemerkung:

Zu Beginn des Jahres 2009 hat die „Amtliche Statistik“ ihre Struktur auf die neue Wirtschaftszweigsystematik „WZ 2008“ umgestellt. Dies hat zu Verzögerungen bei der Datenaufbereitung geführt; die absoluten Werte aus den Vorjahren sind nicht mit den laufenden Daten aus diesem Jahr vergleichbar. Wir nehmen mit diesem Schreiben unsere übliche Berichterstattung über die Lage der hessischen M+E-Industrie wieder auf.

Abgesehen von einem Sondereffekt im Juli haben die Unternehmen in der hessischen M+E-Industrie im September 2009 den geringsten Auftragsrückgang seit einem Jahr verzeichnet. Auch die Rückgänge bei den Umsätzen sind etwas geringer ausgefallen als im Vormonat und die negative Entwicklung der Beschäftigtenzahlen hat sich – wenn auch auf niedrigem Niveau – stabilisiert. Daten, die auf ein Erreichen der wirtschaftlichen Talsohle hindeuten?

Erstmals seit eineinhalb Jahren trägt die Auslandsnachfrage in der hessischen M+E-Industrie im September 2009 wieder ein positives Vorzeichen: sie hat im Vorjahresvergleich um 3,1 Prozent zugenommen. Die Inlandsaufträge haben dagegen mit einem Minus von 17,5 Prozent noch immer deutlich abgenommen. Die Abnahmerate der Gesamtnachfrage hat damit mit einem Minus von 9,0 Prozent – abgesehen von der Verzerrung durch einen Großauftrag im Juli – den niedrigsten Wert seit einem Jahr erreicht.

Die Gesamtumsätze in der hessischen M+E-Industrie haben im September 2009 mit einem Minus von 16,6 Prozent auf 3,974 Mrd. € im Vergleich zur Abnahmerate des Vormonats eine Verbesserung gezeigt; dabei sind die Auslandsumsätze mit 1,996 Mrd. € um 15,8 Prozent geringer als vor einem Jahr ausgefallen; – sie haben damit aber den niedrigsten Rückgang dieses Jahres erreicht. Gleichzeitig sind die Inlandsumsätze um 17,3 Prozent auf 1,978 Mrd. € zurückgegangen. Die Exportquote hat damit bei 50,2 Prozent gelegen.

Nach wie vor ist die Entwicklung der Beschäftigungszahlen in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie negativ: So hat die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter im September 2009 im Vorjahresvergleich weiter um 5,6 Prozent auf 202.110 abgenommen.