Auswertungen über die Entwicklung von Umsatz und Beschäftigung in Hessen Datenstand: März 2010


Begünstigt durch Großaufträge und rechnerisch bedingt durch das sehr niedrige Vorjahresniveau sind im März 2010 die Auftragseingänge in der hessischen M+E-Industrie im Vorjahresvergleich deutlich angestiegen. Die bereits seit Ende letzten Jahres steigende Nachfrage hat mittlerweile zu einem kräftigen Umsatzanstieg geführt – erneut verursacht durch erhebliche Zuwächse aus dem Ausland. Die Beschäftigungsentwicklung hat zwar weiterhin noch keinen Anschluss an die Auftrags- und Umsatzbelebung gefunden, der Rückgang hat sich aber weiter verringert.

Für den kräftigen Schub bei den Auftragseingängen für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie hat insbesondere die Inlandsnachfrage mit einem Plus von 63,9 Prozent gesorgt. Mit den ebenfalls zweistellig angestiegenen Auslandsorders (plus 33,8 Prozent) hat dies zu einer Zunahme der gesamten Auftragseingänge um 49,0 Prozent geführt.
Auswertungen über die Entwicklung der hessischen M+E-Industrie




Die Gesamt-Umsätze in der hessischen M+E-Industrie haben im März 2010 ebenfalls zweistellig zugenommen: – um 14,2 Prozent auf 4,247 Mrd. €. Während dabei die Inlandsumsätze mit 5,6 Prozent auf 2,068 Mrd. € zugelegt haben, sind die Auslandsumsätze deutlich um 23,7 Prozent auf 2,179 Mrd. € gestiegen. Damit hat die Exportquote im März 2010 51,3 Prozent betragen.




Seit Jahresbeginn haben sich die Abnahmeraten bei den in der hessischen M+E-Industrie Beschäftigten kontinuierlich verringert: Nach minus 5,8 Prozent im Januar und minus 5,5 Prozent im Februar sind im März 2010 mit 197.320 noch um 4,7 Prozent weniger als vor einem Jahr beschäftigt gewesen.





1. Quartal 2010. Datenstand: März 2010


Überblick:

Im Verlauf des ersten Quartals 2010 haben sich die wesentlichen Indikatoren für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie wieder auf Wachstum ausgerichtet: Dies zeigt sich bei den steigenden Auftragseingängen im deutlich zweistelligen Bereich ebenso wie bei den Umsätzen, die allein im März 2010 ebenfalls zweistellig gewachsen sind – allerdings mit einem wesentlichen Impuls aus dem Ausland. Bei dieser außerordentlich positiven Entwicklung ist allerdings der sehr niedrige Vorjahresstand zu berücksichtigen („Basiseffekt“). Die Beschäftigung ist dagegen weiterhin rückläufig; aber auch hier zeigen die seit Jahresbeginn kontinuierlich verringerten Abnahmeraten eine Verbesserung der Lage an.

Auftragseingänge:

Im Durchschnitt des ersten Quartals 2010 haben sich die gesamten Auftragseingänge gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal mit einem Plus von 38,5 Prozent für die Unternehmen in der hessische M+E-Industrie äußerst positiv entwickelt; insbesondere der März hat mit seiner erneut gestiegenen Zuwachsrate den Quartalsdurchschnitt positiv beeinflusst. Dabei haben im ersten Quartal die Auslandsorders um 39,1 Prozent zugelegt, aber auch die Inlandsaufträge sind mit 38,0 Prozent fast gleichstark gewachsen. Ein deutlicher Impuls ist dabei von den Herstellern elektrischer Ausrüstungen gekommen, die im ersten Quartal 2010 eine Steigerung von insgesamt 150,0 Prozent ausgewiesen haben. Maßgeblich hierfür dürfte allerdings ein Sonder-Effekt („Vorzieh-Effekt“) sein, da die Förderung von erneuerbaren Energien Ende Juni 2010 auslaufen wird.

Umsätze:

Die nach wie vor ausgezeichnete internationale Wettbewerbsfähigkeit hessischer Produkte aus der M+E-Industrie zeigt sich auch bei der Umsatzentwicklung: So sind im ersten Quartal 2010 die Auslandsumsätze der Unternehmen in der hessischen M+E-Industrie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal deutlich um 14,2 Prozent auf monatsdurchschnittlich 1,988 Mrd. € gestiegen. Trotz des positiven Ergebnisses im März 2010 sind die Inlandsumsätze allerdings im Quartalsdurchschnitt noch leicht um 0,3 Prozent auf 1,720 Mrd. € zurückgegangen. Dennoch: Die Gesamtumsätze sind damit immer noch deutlich um 7,0 Prozent auf 3,708 Mrd. € gestiegen. Die Exportquote hat im Quartalsdurchschnitt 53,6 Prozent betragen.

Beschäftigung:

Im ersten Quartal 2010 haben die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie mit 197.330 Personen durchschnittlich um 5,4 Prozent weniger als im ersten Quartal 2009 beschäftigt. Dabei hat sich der Rückgang im Verlauf des Quartals allerdings kontinuierlich verringert.





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