Verkehrswege erhalten
Dr. Clemens Christmann, Geschäftsführer Wirtschaftspolitik bei der VhU in Aktiv vom 10.09.2011
Die Landesregierung ist nach einer klugen
Krisenbewältigungspolitik rechtzeitig mit der Schuldenbremse in der
hessischen Verfassung auf Konsolidierungskurs gegangen.
Allerdings drängen die Verbände der hessischen Wirtschaft auf eine Infrastruktur- Erhaltungsregel. Sie
soll verhindern, dass der nötige Defizitabbau zulasten der
Investitionen für Straßen, Schienen, Wasserwege, Gebäude und Brücken
geht.
Das haben wir zur Halbzeit dieser hessischen Landesregierung
über unsere Dachorganisation Vereinigung der hessischen
Unternehmerverbände (VhU) deutlich gemacht. Ein solider Finanzhaushalt
ist zwar entscheidend wichtig, um Gestaltungsspielräume für die Zukunft zu erhalten.
Aber
das reicht nicht: Daneben muss auch die öffentliche Infrastruktur
erhalten werden. Mit dem Ausbau des Flughafens um die neue Landebahn ist
der Flugverkehr und Jobmotor in Hessen gestärkt. Jetzt muss sich das
Land wieder auf Straßen, Schienen und Brücken konzentrieren.
Wo
soll dann gespart werden? Wenn unsere Unternehmen, allen voran die
Automobil-Zulieferer, jedes Jahr nicht nur bessere Qualität liefern
müssen, sondern dies auch zu immer niedrigeren Preisen – dann kann man
dies auch der staatlichen Verwaltung.