Sparen, erfinden, verkaufen
Dr. Helmut Rau, HESSENMETALL in Aktiv vom 02.01.10:
Wenn unsere Metall- und Elektro-Unternehmen durch Innovation effizienter werden, damit neue Märkte erschließen und zugleich die Produktion besser auslasten, dann haben sie gleich doppelt gewonnen.
Effizienz erfinden ist noch besser als sparen. So ähnlich sehen das auch die Teilnehmer an der Hessenmetall-Umfrage. Ihr Ranking für wichtigste Maßnahmen der Krisenbewältigung:
- 58 Prozent setzen auf die Senkung der Produktionskosten.
- 52 Prozent halten dieEntwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen für sehr wichtig.
- Je 44 Prozent gaben die Verbesserung der Marktposition im In- und Ausland an.
Das heißt: Klarer Fokus auf die Kostenreduktion, aber kein „zu Tode sparen“. Vielmehr wird auch Innovation stark vorangetrieben. Die Märkte werden – entsprechend der Exportquote von 50 Prozent – verstärkt bearbeitet. Und zwar fast gleichmäßig im In- und Ausland.
Klug einkaufen und viel verkaufen ist Trumpf. Als wichtigste Maßnahme für den Umgang mit den entscheidenden Zielgruppen in der Krisensituation geben drei Viertel nachhaltige Kunden- und Lieferantenbeziehungen an.
Das alles geht nicht ohne gute Mitarbeiter. Auch die Verbesserung der Transparenz, die Stärkung der Mitarbeiterbindung und die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur sind für die Unternehmen wichtig. Deshalb halten die Betriebe ihren Stammbelegschaften auch die Treue, so lange es irgend geht. Sie wissen: Wenn der Aufschwung kommt, ist auch der Fach- und Führungskräftemangel wieder da.