Perfekter Mix
Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer Kommunikation in Aktiv vom 08.10.2011
Der Wettbewerb für Industrie-Unternehmen gestaltet sich neu. Immer
mehr erwirtschaften einen immer größeren Teil ihres Umsatzes mit
Dienstleistungen, die in ihre Produkte integriert sind oder diese
vervollständigen. Eine Umfrage für unser Hessenforum im Frühjahr ergab,
dass der Dienstleistungsanteil am Umsatz bei unseren Mitgliedsunternehmen im Durchschnitt schon bei 14 Prozent liegt – in der Spitze sogar bei 25 Prozent.
So
stellt die Ralos New Energies AG zu ihrem Kernprodukt
Photovoltaikanlagen ein Ertragsgutachten vorab zur Verfügung, bietet
Wartung und Fernüberwachung ebenso wie Schulungen. Ein
Rundum-Sorglos-Paket wie es sich Kunden wünschen, ob sie nun Großanlagen
oder Kleinanlagen für private Nutzung ordern.
Diesem Prozess
der Verdienstleistung der Industrie entspricht eine gegenläufige
Entwicklung. Dienstleister binden verstärkt Industrieprodukte in ihr
Geschäft ein: So kaufte der Wartungsspezialist Hörmann eine
Lkw-Produktion, Siemens eine Bank. Kurz: Es bilden sich neue Mischungen
aus Industrie und Service, die Kundenbedürfnisse umfassender
befriedigen. Diese Entwicklung einer „hybriden Wertschöpfung“ wird neue
Berufsbilder ausprägen und neue Anforderungen an die Infrastruktur des
Landes stellen. Darauf müssen wir, Gesellschaft und Politik in Hessen,
uns einstellen.
„Neue Berufsbilder“