Ohne Metall geht fast nichts
Heinz Günter
Decker von HESSENMETALL in Aktiv vom 27.02.10:
Zu zahllosen
Produkten aus Stahl und Metall gibt es auch in Zukunft keine
Alternativen.
Viele Produkte begegnen einem fast täglich – auch
„versteckt“: Vom Scharnier an der Kühlschranktür bis zu den Toren der
Fußballstadien, von der Blech-Schraube bis zum künstlichen Kniegelenk
aus Titan, von der Sicherheitsgurt-Öse bis zu extra harten
Getriebewellen in Kreuzfahrtschiffen, von der Garagentorfeder bis zum
Hightech-Schmiedeteil in der Ariane-VRakete.
Innovation ist
Trumpf in dieser Branche: So sind die Ingenieurleistungen und Patente
ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Ob schmieden, sintern, umformen,
stanzen oder drehen – die mehr als 670 000 Beschäftigten in den 8 000
metallverarbeitenden Unternehmen in Deutschland formen Werkstücke aus
den unterschiedlichsten Metallen und Legierungen in einer Festigkeit und
Beständigkeit, die weltweit oft einzigartig sind. „German metal inside“
– ein globaler Verkaufsschlager? In der hessischen Metall- und
Elektro-Industrie hängt an Metall mehr als die Hälfte der Wertschöpfung.
Unsere metallerzeugenden und -verarbeitenden
Mitgliedsunternehmen
erwirtschaften mehr als ein Viertel des Jahresumsatzes der M+E-Industrie
von 44 Milliarden Euro. Und damit genauso viel wie die
Automobilindustrie – ihr hauptsächlicher Kunde.
Die
Wertschöpfungskette
Metall sieht für das Auto zum Beispiel so aus:
Kaltwalzwerke beliefern Blechumformer. Diese
lassen ihre Produkte bei
anderen Unternehmen härten, die wiederum an die Komponentenhersteller
liefern, die das Zwischenprodukt für die Automobil-Industrie
verarbeiten, die es in das Gesamtprodukt einfügt. Also: Ohne Metall geht
im Alltag fast nichts – und im Auto schon gar nicht. Wichtig für uns
ist auch, dass wir eigene Erzeuger dieses wertvollen Stoffs im eigenen
Land haben. Fritz Winter Eisengießerei oder eben Buderus
Edelstahl
sorgen für eine Wertschöpfungskette mit Qualität „Made in Germany“.