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Clemens Christmann
Dr. Clemens Christmann
Wirtschafts- und Umweltpolitik
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Konsequenzen aus Japan

Von Dr. Clemens Christmann Geschäftsführer Wirtschaftspolitik  in Aktiv vom  09.04.11

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) als Spitzenorganisation der hessischen Wirtschaft begrüßt die Überprüfung der Sicherheitssysteme in den deutschen Kernkraftwerken. Von der Atomaufsicht und den deutschen Kraftwerkbetreibern erwarten wir nach den Nuklearunfällen in Japan eine gründliche Analyse. Wir begrüßen auch die Initiative von Ministerpräsident Bouffier, einen runden Tisch zur Energieversorgung in Hessen zu organisieren.


Wir sehen aber keinen Grund, die Kernkraft als Brückentechnik ins Zeitalter regenerativer Energien grundsätzlich infrage zu stellen. Wir fordern die Politik auf, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Sicherheit hat absoluten Vorrang. Aber dort, wo Sicherheit gewährleistet ist, wäre vorzeitiges Abschalten standortpolitischer Unfug. Wer sichere Kernkraftwerke früher abschalten will, muss sagen, wo der Strom für die Grundlast erzeugt werden soll, die Wirtschaft und Bürger benötigen.


 Wir brauchen in Deutschland vermutlich noch mindestens 20 Jahre lang Kernkraftwerke – und modernisierte Kohle- und Gaskraftwerke. Das langfristige Ziel ist eine Vollversorgung mit Elektrizität auf Basis erneuerbarer Energien. Nötig dazu ist der Ausbau erneuerbarer Energiequellen, die Modernisierung und Erweiterung der Stromnetze sowie die Schaffung von genügend Speicherkapazitäten für schwankenden Wind- und Solarstrom.


"Kernkraft ist und bleibt Brückentechnik"
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