Der Material-Standort
Von Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer
Kommunikation von HESSENMETALL in Aktiv vom 15.01.11
Was bindet
Unternehmen an einen Standort? Zum Beispiel gut funktionierende
Netzwerke der Forschung und Entwicklung! Ein gelungenes Beispiel ist das
„Materials Valley” entlang des Mains, federführend gemanagt vom
Werkstoffkonzern Heraeus. Von besonderer Bedeutung ist für seine
Unternehmen die Möglichkeit, sich über alle Aspekte von Werkstoffen
auszutauschen, und die Nähe zu Kunden, die ebenfalls forschen und
entwickeln und kreative Lösungen fordern. Gelegentlich kommen dann
Innovationen dabei heraus: wie der Einsatz der seltenen und hochwertigen
Werkstoffe Tantal und Niob. Dieses Modell der Alleinstellung über
spezielle Werkstoffe ist auch das Geschäft von Mersen, das 2010 in
Linsengericht ein neues Produktionswerk errichtete und beim Wettbewerb
Hessen-Champions 2010 in der Kategorie Weltmarktführer unter die
Finalisten kam.
Aufgrund dieser Werkstoffkompetenz im Materials
Valley war es für den französischen Mutterkonzern von Mersen keine
Frage, dass das neue Werk wieder genau hier angesiedelt werden muss. So
ein personen- und kompetenzgebundenes, gewachsenes Netzwerk kann man
nicht einfach an einen anderen Ort der Welt verpflanzen.
Deshalb
müssen wir solche Netzwerke aufbauen und pflegen. HESSENMETALL tut dies
mit seiner Cluster-Initiative, die inzwischen ein Auto-, Spritzguss- und
Avionik-
Cluster initiiert hat.
„Netzwerke aufbauen und
pflegen“