Das Schicksal besiegt
Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer Kommunikation von HESSENMETALL in Aktiv vom 16.07.2011
Katzen
sagt man nach, sie hätten sieben Leben. Wenn man sich das wechselvolle
Schicksal von EFEN ansieht, scheint das für manche Mittelständler
ebenfalls zu gelten. Die Geschichte EFENs ist an Dramatik kaum zu
toppen. Da ist alles drin, was einem Betrieb an Schicksal widerfahren
kann: Der Verkauf an einen Finanzinvestor, der Weiterverkauf an einen
strategischen Investor, der investieren will, aber wegen
Umweltschutzgründen ausgebremst wird, die Verlagerung nach
Ostdeutschland, Abbau von Arbeitsplätzen, Management-Buy-out zweier
Montagemeister – und damit die Grundlage für eine neue Keimzelle.
Das
Faszinierende aber ist die unternehmerische Beharrungskraft, die sich
anstemmt gegen die Widrigkeiten. Die Rettung unternehmerischer Substanz,
die dann wieder andere Unternehmen anzieht, um dann in einer
Unternehmensgruppe zu landen, die Synergie bietet. Die Rede von der
Schicksalsgemeinschaft eines Betriebes, dass alle in einem Boot sitzen,
alle beim Rudern mit anpacken müssen, und alle in die gleiche
Richtung
fahren – die Mitarbeiter und das Management von EFEN machen es
exemplarisch vor. Ein echter Hessen-Champion, der sein Schicksal
besiegt.
Dass Hessen über einen solchen Mittelstand verfügt,
lässt zuversichtlich in die Zukunft schauen. Auch wenn mal wieder
andere, düstere Zeiten kommen
„Gemeinsam gegen Widrigkeiten“