Verkehrspolitik: Weltflughafen Frankfurt nachts nicht dicht machen!


Aus Sicht der Unternehmen der Metall- und Elektrobranche wie auch der übrigen hessischen Wirtschaft ist der Ausbau des Frankfurter Flughafens das wichtigste Infrastrukturprojekt in Hessen. Der Ausbau sichert dem Flughafen seine Rolle als Jobmotor Nummer eins in Hessen. Zehntausende neue Arbeitsplätze werden entstehen. Deshalb ist die Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) vom August 2009, den Ausbau zu genehmigen, ein Meilenstein für Hessens Wirtschaftsentwicklung. Zu Recht haben die Richter die überragende gesamtwirtschaftliche und verkehrliche Bedeutung für Frankfurt, für die Rhein-Main-Region und für Deutschland unterstrichen.

Gleichwohl ist die Ablehnung der 17 geplanten Flugbewegungen während der Mediationsnacht (23-06 Uhr) durch den VGH juristisch und ökonomisch nicht nachvollziehbar. Die Wirtschaft erwartet, dass der hessische Wirtschaftsminister in Revision geht, um den Planfeststellungsbeschluss bis zum Bundesverwaltungsgericht zu verteidigen, damit die Zahl der Ausnahmen vom Nachtflugverbot nicht verringert werden muss. Einen Weltflughafen nachts dicht zu machen, kostet tausende Arbeitsplätze in der Logistikbranche, weil Frankfurt nicht länger seine Funktion als Verkehrsdrehscheibe erfüllen könnte. Der Planfeststellungsbeschluss ist ein vernünftiger Kompromiss zwischen den berechtigten Lärmschutzinteressen der Anwohner und den Notwendigkeiten der Luftverkehrswirtschaft.

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