Betriebliche Ausbildung


Es gibt gute Nachrichten vom Ausbildungsstellenmarkt: Angebot und Nachfrage sind in ausgeglichen. Rein rechnerisch kommt auf jeden unversorgten Ausbildungsstellenbewerber mehr als ein unbesetzter Ausbildungsplatz.
Dies wird nicht so bleiben. Die demografische Entwicklung führt zu einem spürbaren Rückgang von potentiellen Ausbildungsplatzbewerber. Da gleichzeitig mehr Jugendliche studieren, ist mittelfristig ein Mangel an ausbildungsbereiten Jugendlichen zu erwarten. Das Jahr 2013 bildet eine Ausnahme. Durch die Verkürzung der Gymnasialzeit auf 12 Jahre erhöht sich die Zahl der Schulabgänger aus Gymnasien. Dies ändert jedoch nichts am grundlegenden Trend, der durch die demografische Entwicklung vorgegeben wird.

Es sind drei Trends zu beobachten:

1. Rückgang der Schulabgängerzahlen um ca. 23% in 10 Jahren

2. Die Entwicklung der Schulabgängerzahlen ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Während in den kreisfreien Städten der Rückgang bis 2020 ca. 10% beträgt, ist in den ländlichen Regionen mit einem Minus von bis zu 35% zur rechnen.

3. Mehr Hochqualifizierte: der Anteil der Abiturienten und die Studentenzahlen steigen an, es stehen weniger Bewerber für betriebliche Ausbildung zur Verfügung.

Fazit: Es lohnt sich, heute in Ausbildung junger Menschen zu investieren. In den nächsten Jahren wird es wesentlich schwieriger werden, gute Schulabgänger zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Konkurrenz um gute Nachwuchskräfte nimmt zu.